Dienstag, 22. Mai 2012

Argumente, die überzeugen


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Angstmache vor Revolution gilt nicht

In einem Schweizer Blog wurde ein Artikel mit dem Namen „Ohne Umverteilung wird ganz Europa brennen“ veröffentlicht, der versucht, den Imperialisten Angst vor der Revolution zu machen. Das ist ein müssiges Unterfangen. Natürlich hassen die Reaktionäre die Revolution, aber sie glauben bis zur letzten Sekunde nicht daran, sie werde Wirklichkeit, sonst würden sie ja anders handeln. Aber ausser Profisteigerung gibt es keinen Antrieb für den Kapitalisten, deshalb wird er auf keinerlei Warnungen hören, wenn er so weiter mache, werde es die Revolution geben.
Völlig zutreffend wird im Artikel des Schweizer Blogs „infosperber“ analysiert:Hier :
Die Schulden der Staaten der EU sind in Wirklichkeit die von den Reichen und Superreichen nicht eingezogenen Steuern. Wie der deutsche DGB schon vor einiger Zeit veröffentlicht hatte, beträgt das gesamte Vermögen in privaten Händen in Deutschland etwa 7 Billionen und 500 Milliarden Euros. Dem stehen als Summe aller deutschen Schulden ein Betrag von 2 Billionen und 200 Milliarden Euros gegenüber. Mit anderen Worten: Hätte man die Reichen und Superreichen und ihre Firmen und Banken rechtzeitig besteuert, hätte man ihnen die Schlupflöcher verstopft, mit dem Geld aus Deutschland zu verschwinden und in Steuerparadiesen anzulegen (die sind ja alle gut bekannt), so gäbe es keinen einzigen Cent an Schulden, weder in den Gemeinden, noch in den Ländern, noch im Bund.
Das ist natürlich ein starkes Argument, aber es ist keine Basis, eine entsprechende Besteuerung zu fordern. Schliesslich sind es eben diese Superreichen, die hinter den Konzernen und Banken stehen, welche die Zügel der Staaten in der Hand haben über eine Durchdringungeung von deren Leuten mit den jeweiligen Politikern des Landes.
Diese Politiker werden natürlich den Teufel tun und das Geld von ihren besten Freunden holen, die ihnen nach der Karriere hohe, gut bezahlte Posten anbieten.
Da nützt es auch nichts, an deren Wirklichkeitssinn zu appellieren, wie es jener Blog versucht:
 „… die Schuldenkrise ist vor allem eine Steuerkrise. Besonders in Deutschland fand im letzten Jahrzehnt aufgrund zu tiefer Löhne eine massive Verschiebung des Volksvermögens von unten nach oben statt.
Statt angemessene Steuern zu zahlen, waren die Reichen gerne bereit, die eingesparten Steuern dem Staat gegen Zins auszuleihen. Mit dem geliehenen Geld konnte der Staat seinen elementaren Verpflichtungen nachkommen, paradoxerweise attackiert von eben diesen Reichen und deren politischen Lobbyisten, welche diese Schuldenmacherei anprangerten. Doppelbödiger geht es kaum.
Nicht nur die Steuerämter werden brennen
Die ungleiche Verteilung des Reichtums führt zu mehr Staatsausgaben, beispielsweise bei der Polizei und der Justiz, welche mehr Aufwand betreiben müssen, um den Reichtum der Reichen zu schützen. Die fehlende Verteilungsgerechtigkeit führt zur hohen Verschuldung der Staatskassen und zum Spardiktat verbunden mit dem Abbau des ‚Service Public’, des Sozialstaates und der demokratischen Entscheidungsprozesse. Das ist der wahre Teufelskreis.
Am untersten Ende dieser Entwicklung stehen die Arbeitslosen und Verzweifelten, die auf die Strasse gehen und Molotows in die Steuerämter werfen. So geschehen letzte Woche in Italien. Doch dabei wird es nicht bleiben. Wenn der gesellschaftliche Reichtum nicht über anständige Mindestlöhne und ein gerechtes Steuersystem auf alle verteilt wird, dann werden auch die Villenviertel brennen und schlussendlich ganz Europa.“
Das mag gut gemeint sein von den Schweizer Bloggern, aber die Herrschenden rechnen nie mit einer Volksbewegung, die ihnen ihre Privilegien wegnimmt. Dafür haben sie ja ihre getreuen Gehilfen in den Redaktionen der Medien, die das genau andersherum darstellen.
Dort hören wir nämlich, wir hätten über unser Verhältnisse gelebt, die Schulden seien der eigentliche Knackpunkt der Euro-Krise , die Länder Europas müssten wieder „wettbewerbsfähig“ werden – und das heisst: Lohnsenkungen, keine Steuern mehr für die Reichen, damit sie wieder Geld zum Investieren haben, der „schlanke Staat“ (Pensionieren von grossen Teilen der öffentlichen Beschäftigten), Leiharbeit, kein Mindestlohn und Arbeitsplätze für 3 Euro die Stunde, Senken der Renten, später verrenten usw. usw. usf.
Doch das Ganze ist schlicht und einfach eine Krise der Umverteilung nach oben.
Es lässt sich leicht feststellen: Die Superreichen hätten genug Geld, um zu investieren. Die frechen Behauptungen, die seien ja fast schon arm, haben keinerlei Grundlage. Wenn sie nicht investieren, dann nur deshalb, weil sie sich nicht genug Profit verprechen, denn die Menschen verarmen immer mehr und können Vieles nicht mehr kaufen. Und das ist eben, worauf die Wirtschaftskrisen im Kapitalismus beruhen: Der Kapitalist kürzt die Löhne, aber damit können die Menschen seine Produkte nicht mehr kaufen. Das ist der Beweis für die völlige Ausweglosigkeit des Kapitalismus.
Daraus dürfen wir aber nicht die falsche Folgerung ziehen, wir sollten den Mächtigen raten, dies zu verändern, weil sie sonst hinweggefegt werden könnten. Erstens glauben sie das nicht, haben sie doch Polizei und Militär und alle Überwachungsmassnahmen in der Hand. Und zweitens würden sie dann nur die Unterdrückung aus Angst vor diesen Dingen noch weiter verschärfen.
Warnen, die Massen könnten sich erheben, ist sozialdemokratisch. Und die Sozialdemokratie haben wir nun in Deutschland zur Genüge kennen gelernt. Fragen sie jemand, der in ‚Hartz IV’ ist, was er von den Hauptverantwortlichen für diese Massnahmen hält.
Wir können und sollten diese Argumentation aber sehr wohl nutzen gegenüber unsereinem. Wir können deutlich machen, es gibt keine Schuldenkrise. Wenn dem Staat das Geld ausgeht, dann deshalb, weil er die Konzerne, Banken und die Superreichenn nicht besteuert oder sie bestenfalls symbolische Abgaben zu leisten haben.
99% der Einnahmen auf allseits bekannten Wegen in die berühmten Steuerparadiese zu überführen, kann jeder halbwegs clevere Berater umsetzen. Und bei den 1%, die man dann versteuert, um nicht aufzufallen, lamentiert man dann noch über hohe Steuersätze.
Mit diesen Argumenten kann man auch klar machen, warum das Haupt-Argument der Revolutionverhinderer leicht zu widerlegen ist. Sie sagen nämlich, selbst wenn alles Geld der Superreichen umverteilt würde an alle, kämen dabei nur ein paar Cents für jeden heraus. Sehen Sie sich noch einmal die Zahlen oben an, wie man alle stattlichen Stellen mit einem Schlag von allen Schulden befreien könnte und dann noch riesige Summen übrig hätte, um Leistungen wie Schulen, Universitäten, öffentliche Unternehmen, Gesundheitssysteme, Krankenhäuser, Kinderkrippen  -gärten und – Tagesheime sowie Wohnungen und Häuser in angenehmen Grössen zu finanzieren und einen allgemein hohen Lebensstandard für alle bis hin zum letzten afrikanischen Land zu garantieren – und vor allem natürlich endlich ein Ende zu setzen den typischen Übeln des Kapitalismus: Krieg, Verfolgung und Folter.

Sonntag, 20. Mai 2012

Weiteres über die DDR 2.0, die auf Europa zukommt ...


Die EU-Innenminister wollen, dass möglichst viele Fluggastdaten für
Rasterfahndungen gesammelt werden - und praktizieren damit US-Methoden:
einmal fliegen, jahrelang gespeichert bleiben. Jeder ist potentiell
verdächtig. So haben sich die Europäer ihr Europa eigentlich nicht
vorgestellt.

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Die Innenminister der Europäischen Union wollen die Grenzen zu Lande, zu
Wasser und in der Luft noch sicherer machen. Zu diesem Zweck haben sie
soeben beschlossen, jeden Fluggast als verdächtiges Subjekt zu
betrachten. Auf innereuropäischen Flügen soll man künftig so behandelt
werden, wie es bisher nur bei Flügen in die USA der Fall war: Man zahlt
seinen Flug nicht nur mit Euro, sondern auch mit seinen Daten.

Möglichst viele persönliche Daten jedes Fluggastes sollen polizeilich
registriert und dann bis zu fünf Jahre lang in den Sicherheits-Computern
gespeichert werden - auf dass mit diesen Daten Rasterfahndungen gemacht
werden können. Das ist die neue Vorratsdatenspeicherung in der Luft. Das
sind die neuen Methoden, den Bürgern mehr Lust auf Europa zu machen.

Die Beachtung des Bürgers in Europa konzentriert sich auf seine
Kontrolle. So haben sich die Europäer ihr Europa eigentlich nicht
vorgestellt. Zu Lande gibt es die einschlägige
EU-Kontroll-und-Datenspeicher-Richtlinie schon seit Jahren: Jeder, der
zu Hause, im Auto oder sonstwo unterwegs telefoniert oder elektronisch
kommuniziert - wann, mit wem, wie lang und von wo aus - wird sechs
Monate lang gespeichert.

Während in Deutschland noch erbittert darüber gestritten wird, ob das
wirklich so sein darf, und während sogar die EU-Kommission einräumt,
dass das alles nicht ganz sauber ist, wird nun von den EU-Innenministern
schon die nächste Daten-Großhorterei beschlossen: Alle Fluggastdaten
werden gespeichert. Es geht dabei um Reiseverlaufsdaten, um Anschrift,
Telefon- und Handynummern. Als die Amerikaner dies alles und noch mehr
für die Transatlantik-Flüge verlangten und erzwangen, war Europa
verschnupft. Jetzt schnupft Europa diese Daten selbst: Jeder ist
potentiell verdächtig.

Zwar mahnt das Verfassungsgericht zu Karlsruhe immer eindringlicher,
Freiheit und Privatsphäre besser zu achten als bisher; es dürfe nicht
sein, dass gespeicherte Daten "die Erstellung aussagekräftiger
Persönlichkeits- und Bewegungsprofile praktisch jeden Bürgers" möglich
machen. Genau das aber ist das Ziel der EU-Maßnahmen. Das
Bundesverfassungsgericht wird in die Rolle gedrängt, die im Jahr 50 vor
Christus in den Geschichten von Asterix und Obelix das von den
unbeugsamen Galliern bewohnte Dorf spielt: Dort wird sympathischer,
punktueller - aber letztlich doch nutzloser Widerstand geleistet.
Zu Hause wäscht man seine Hände in Unschuld

Deutsche Innenminister pfeifen meist auf Karlsruhe, sobald sie sich auf
der europäischen Bühne bewegen. Was zu Hause nicht durchsetzbar ist,
wird gern über die Bande, via Brüssel, durchgesetzt; zu Hause wäscht man
seine Hände in Unschuld: Europa habe halt seinen Preis, heißt es, man
dürfe sich der Rechtseinheit nicht entgegenstellen. So war es beim
Asylrecht, so ist es beim Recht der inneren Sicherheit.

Bei Gelegenheit der EU-Innenministerkonferenz mag man sich an den
europäischen Gründungsmythos erinnern: Zeus hat der von ihm entführten
Königstochter Europa drei Geschenke gemacht: einen immer treffenden
Speer, den schnellsten Hund der Welt - und Talos, einen Bronze-Riesen,
der täglich um Kreta herumläuft und Eindringlinge verjagt. Die
EU-Innenminister haben diesen Talos reaktiviert, geklont und
aufgerüstet; man will ihn nicht mehr nur an den Außengrenzen, sondern
auch wieder an den Binnengrenzen patrouillieren lassen. Und Talos soll
auch noch fliegen, um in der Luft die Daten zu kassieren.

Kurz: Das Grenzregime soll noch strenger, schärfer, rücksichtsloser
werden - zur Sicherheit und zur Flüchtlingsabwehr. Stark bewachte
Außengrenzen sollen Flüchtlinge abhalten, und wenn dies nicht gelingt,
sollen die Binnenkontrollen zugreifen. Die europäische Demokratie ist
nämlich eine exklusive Veranstaltung, die den Reichtum drinnen und die
Not draußen behalten möchte.

So sieht der vielgelobte Raum der Freiheit, der Sicherheit und des
Rechts aus.

http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-will-fluggaeste-kontrollieren-daten-her-oder-ich-schiesse-1.1343159

“Die Märkte” … unsere neuen Herrscher: Namen, Daten, Fakten.


Posted: 20 May 2012 05:41 AM PDT
Sonntag, 20.5.2012. Eifel … obwohl ich eigentlich heute nicht hier sein sollte. Ich sollte wie alle demokratisch gesinnten Menschen in Frankfurt sein. Fast hätte es auch geklappt – aber dann habe ich mir den Fuß verstaucht. Humpelnd macht man sich nicht gut auf Demos … und mehr als einige hundert Meter schaffe ich gerade nicht. Habe ich versucht. Stattdessen sitze ich nun hier und ärgere mich fürchterlich. Nicht über mich, sondern über die deutschen Medien, wollte ich doch wenigstens virtuell am Protest teilhaben. Was aber sehe ich bei den meistgelesensten Nachrichtenportalen Deutschlands im Netz? Fußball, Fußball, Fußball. Als würde ein Tor für Bayern die Weltwirtschaftskrise lösen, die Kriegsgefahr bannen und mein Einkommen bis ins hohe Alter sichern. Das vor allem Letzteres wieder ein Traum geworden ist und wir uns zu einem Volk von Taglöhnern entwickeln, die von Job zu Job hasten, bis die Jobcenter sie dann sicher in die Altersarmut gleiten lassen, dürfte inzwischen den meisten bekannt sein. Das ist halt die Entwicklung, die “die Märkte” verlangen … und wenn “die Märkte” etwas wollen, dann müssen sie das auch bekommen. Unbedingt.  Zeit, mal zu schauen, was eigentlich hinter diesen “Märkten” steckt.
Wir meinen sie ja zu kennen. Die Nachrichten sprechen von ihnen gerne als von “den Anlegern” – und gleich sehen wir vor unserem geistigen Auge ein kleines altes Mütterchen, das ihr mühsam erspartes Geld einem treu für sie sorgenden Enkel anvertraut, der es gut anlegt, damit es nicht nur sicher vor Dieben und Räubern ist, sondern sogar noch zusätzlich ein paar Zinsen einbringt. Dieser Oma würden wir sicher alle gerne helfen wollen.
Die Wahrheit ist jedoch eine andere – weshalb die Oma ihre Ersparnisse bei der Lehmannpleite verloren hat.
In der Wissensmanufaktur hat Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger eine  Rede veröffentlicht, in der er nebenbei die Dimensionen des Handels veröffentlicht, die dort betrieben wird:
2011 hat die Wirtschaftsleistung der ganzen Welt 70 Billionen Dollar betragen. Über die Hälfte dieses Handels ist schon vor zehn Jahren auf dem Papier über Steueroasen abgewickelt worden. Inzwischen ist dieser Anteil wohl weiter gestiegen. Die Gewinne fallen so in den Steueroasen an. Auf dem Markt für Derivate sind 2011 aber 708 Billionen Dollar umgesetzt worden – mehr als das zehnfache. Dieser Markt wird von internationalen Bankgeschäften und Anleiheemissionen gespeist, die zu 85 Prozent „offshore“ abgewickelt werden.
Nun – das krasse Missverhältnis zwischen errechnetem Geld und erarbeiteter Wirtschaftsleistung wird jeden normalen Menschen in den Wahnsinn treiben. Im Prinzip sind es nur noch Luftbuchungen, die dort stattfinden … aber Luftbuchungen mit erstaunlicher politischer Wucht, nochmal Professor Berger:
Fast 90 Prozent aller internationalen Kredite werden von Offshore-Banken vergeben. Sie sind das, was in der öffentlichen Diskussion immer ehrfurchtsvoll mit „Die Märkte“ umschrieben wird. Alle Welt zittert vor ihnen. Unsere Politiker und ihre Berater bekunden immer wieder untertänig, dass wir diese „Märkte“ nicht verunsichern dürfen.
Da haben wir sie schon … “die Märkte”. Es sind die Offshore-Banken, Banken, die von Banken geschaffen worden sind, um Geld und Vermögen vor dem Volk in Sicherheit zu bringen … und um dem Volk mit Hilfe dieses Geldes den eigenen Willen aufzuzwingen.
Die reale Menge an Geld, die auf diesen Inseln liegt, ist natürlich geheim – so geheim wie die Geldmenge M3, die von den USA seit einiger Zeit nicht mehr veröffentlicht wird – was die Bundesbank sehr überraschte. Weniger überraschend ist es, wenn man sich anschaut, welche Entwicklung die Geldmenge in der Zeit genommen hat – denn trotz der Weigerung der USA, diese Menge an künstlichem Geld überhaupt noch zu erfassen, gibt es Daten dazu im Netz – von der Federal Reserve Bank of St. Louis.
Die dort vorgefundene Grafik zeigt uns die Entwicklung der Geldmenge in den USA seit 1918. Von 1980 – 2010 hat die sich nahezu verdoppelt, diese verdoppelte Geldmenge VERDREIFACHTE sich seit 2010. Wir kennen das in Europa auch: die Billionengeschenke der EZB an die Banken müssen sich ja irgendwo niederschlagen.  Einer Vermutung von “The Intelligenz” nach wurde die Erfassung der Daten eingestellt, weil man eine größere Finanzkrise erwartete.
Wie viel Geld befindet sich nun eigentlich auf diesen Offshore-Konten?
Das weiß natürlich kein Mensch, es gibt aber Schätzungen von Insidern, hier bei “Let´s make Money”:
„Man schätzt, dass derzeit 11,5 Billionen Dollar an Privatvermögen in Steuerparadiesen gehalten, von dort aus verwaltet und der Steuer vorenthalten werden. Was kann man sich unter 11,5 Billionen Dollar vorstellen? Nur um eine Vorstellung von der Dimension dieser Summe zu geben: Wenn dieses Geld auch nur einen kleinen Prozentsatz – sagen wir 7% – einbringt und dieses Einkommen bescheiden mit 30% besteuert würde, stünden den Regierungen der Welt zusätzlich 250 Milliarden Dollar zur Verfügung. Dieses Geld könnten sie jedes Jahr ausgeben, um die UN-Millenniumsziele zu erreichen.“ 
So reich ist die Welt. 11,5 Billionen Dollar als Privatvermögen – das wären 1500 Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung. Das würde Millionen von Menschen das Leben retten – dank Hartz IV mitlerweile sogar in dem reichen Deutschland. Der Film ist aber aus dem Jahre 2009 – weshalb wir – einfach mal ausgehend von der Steigerung der Geldmenge in den USA – grob schätzen dürfen das mitlerweile wohl 34,5 Billionen Dollar Privatvermögen dort gebunkert werden – aus Drogenhandel, Waffenschmuggel, Steuerhinterziehung, Devisenbetrug, Anlagebetrug und überzogenen Rechnungen.
Mit Hilfe diesen Kapitals ist alles möglich – das sollte jeden Mittelständler aufhorchen lassen. Wenn ich selbst – als Eifelphilosoph – es wirklich wollen würde, könnte ich jeden Mittelständler mit diesem Kapital vernichten. “Leveraged Buy Out” heißt das Prinzip, das schon manchen deutschen Konzernen die Vernichtung gebracht hat – man leiht sich das Geld von den Drogenhändlern, erwirbt ein Unternehmen und verkauft dann seine Einzelteile:
Die Rückzahlung des aufgenommenen Kapitals kann z.B. durch den Weiterverkauf vonUnternehmensteilen erfolgen, wobei darauf zu achten ist, daß dieVeräußerung der Einzelteile mehr ergeben muß, als das Ganze gekostet hat.
Für den Rest kommt dann das Jobcenter Deutschland auf.
Mit solchen Kapitalmengen im Hintergrund (die durch die FED auch noch beliebig vermehrt werden kann) kann man auch ganz anders auf dem politischen Parkett mitmischen, wie Professor Berger in einem weiteren Artikel erwähnt:
Am 30. Juni 2011 ist in Brüssel die internationale Organisation „Finance Watch“ gegründet worden – als Gegengewicht zu 700 Lobbyisten, die mit einem Budget von € 400 Mio im Jahr den Interessen des Finanzsektors vertreten. In Washington D. C. arbeiten 3.000 Lobbyisten für den Finanzsektors – mehr als fünf für jeden Kongressabgeordneten. Ihr Jahresbudget übersteigt US$ fünf Milliarden. Solche Kräfteverhältnisse legen nahe, dass die Staaten – wohl mit Ausnahme Chinas – nicht von ihren Hauptstädten aus regiert werden, sondern von den Finanzplätzen in der Londoner City of Westminster und der New Yorker Wall Street.
700 Lobbyisten in Brüssel. Jeder von ihnen mit einem Budget von knapp 600 000 Euro ausgestattet. Damit hat fast jeder Abgeordnete einen persönlichen Lobbyisten “der Märkte”, der ihm – auf unterschiedlichstem Wege – Jahr für Jahr 600 ooo Euro zukommen lassen kann. Das ist weit mehr, als ein europäischer Abgeordneter (selbst unter Berücksichtigung der “Abkassier-Exzesse“) an Einkommen hat – und für viele osteuropäische Abgeordnete, die sich bis 2009 einen Aufenthalt im Brüsseler Hochpreismillieu finanziell gar nicht leisten konnten, einfach nur ein Traum.
Vielleicht erweitern wir die EU gerade deshalb immer weiter?
In den USA sieht es sogar noch schlimmer aus – hier hat jeder Lobbyist 1,6 Millionen (JEDES JAHR!) – und jeder Abgeordnete gleich fünf von ihnen vor der Tür stehen.
Die Frage “Wer wird Millionär” stellt sich hier gar nicht – das Offshore-Kapital macht jeden reich, der auch nur irgendwie politische Verantwortung hat … acht Millionen pro Jahr pro Abgeordneten macht 32 Millionen in vier Jahren.  Für jeden Europarlamentarier stehen im gleichen Zeitraum 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.
Wie viele Abgeordnete sind wohl charakterlich stark genug, diesem finanziellen Druck (oder, besser gesagt: Zug) zu widerstehen und bleiben lieber arm und bescheiden im Kreise derjenigen, die sich großzügig von den Banken umsorgen lassen, während hierzulande sogar Bundespräsidenten die liebgewonnene Nähe zum großen Geld zu Fall brachte?
Zwei?
Oder eher gar keiner, weil die Parteien nach jahrelangem Aussieben nur “geeignete Kandiaten” zu den Fleischtöpfen der Banken gelangen lassen?
Was machen nun “die Märkte” konkret in unserem politischen Alltag? Brauchen wir uns überhaupt um sie kümmern?
Nun – Hartz IV ist nicht vom Himmel gefallen … und der Kanzler, der dieses Machwerk zu verantworten hat, ist als Berater für Rothschild unterwegs. Dort hat auch der Cheflobbyist der deutschen Automobilindustrie einen sicheren Hafen gefunden oder Beat Näf, der in der Schweizer Niederlassung für Kunden mit einem Vermögen über 25 Millionen Schweizer Franken zuständig ist.
Man sieht also: die Superreichen haben schon Leute, die sich um sie kümmern (und sie um sich herum gruppieren) – und die dafür sorgen, das man seine Rendite mit Sozialabbau in Europa ins Unermessliche steigern kann.  Ein pikantes Nebendetail?
Beat Näf stammt aus der Müller-Möhl-Gruppe, deren Gründer 1999 bekannt gab, das er Rothschild Konkurrenz machen wollte - im Kampf um die “Bestbetuchtesten”. 2000 starb er im Alter von 42 Jahren bei einem Flugzeugunglück mit seiner Privatmaschine und teilte somit das Schicksal von US-Präsidenten, die der Macht des Offshore-Kapitals (und seiner Vorläufer) trotzen wollten. Alles nur Zufall natürlich, wie es auch Zufall ist, das der Name Rothschild irgendwann immer wieder auftaucht, wenn man der Spur des großen Geldes folgt.
Nun – die Bosten Consulting Group sieht in ihrer Studie von 2011 den Anteil von Offshore-Kapital als deutlich geringer an … und gibt der Schweiz den Spitzenplatz aller “Off-shore-Plätze”, wo Beat Näf sich im Auftrag Rothschilds um die Superreichen kümmert.  Nach ihren Angaben sind es nur 7800 Milliarden Dollar, die dort gelagert werden – nur ein Bruchteil von jenen 122 000 Milliarden Dollar, die das im Jahre 2010 um 8 % gestiegene Vermögen von Privatanlegern betrug.
122 000 Milliarden Dollar – das sind 17428 Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung. Das zeigt, wie reich wir sind.
0,9 Prozent Weltbevölkerung verfügen über 39 % des Weltvermögens, eines Vermögens, das von Menschen wie Herrn Näf betreut wird, dessen Firma auch ehemalige Bundeskanzler oder Automobillobbyisten bezahlt. Sie wohnen in den USA, Japan, China, Großbritannien und … Deutschland, das Rang fünf in diesem Ranking einnimmt.
Gegen dieses Konglomerat treten nun ein Frankfurt einige wenige Helden auf – 30000 erwähnt die Financial Times Deutschland. Ihre Vordenker haben erkannt, was die Lobbyisten für uns erarbeitet haben, siehe Taz:
„Sich zu verschulden, ist im modernen Kapitalismus zur Grundbedingung für die Existenz geworden“, sagte Hardt. „Und das gilt nicht nur für Staaten, sondern auch für das einzelne Subjekt.“ Ob Bildung, Gesundheit, die alltägliche Lebenshaltung oder eine Wohnung: „Ohne eine niemals endende Verschuldung ist für viele Menschen kaum noch etwas zu haben.“
Wer würde da wohl noch mitlaufen, wenn die Bankenlobbyisten jedem von ihnen 13000 Euro schenken würden? Das wären – umgerechnet – die Beträge, die sie sonst in Brüssel lassen. Damit könnte ein Hartz-Abhängiger drei Jahre seinen Lebensunterhalt bestreiten. 106000 Dollar könnte JEDER Demonstrant erhalten, wenn die US-Lobbyisten (nur die der Finanzwirtschaft, wohlgemerkt. Auto- Energie- Pharmazie und andere Lobbyisten bringen extra was mit) mal ein Jahr auf ihre Zuwendungen für den Kongress verzichten.
Merkt man nun, mit welchen Gegnern man es zu tun hat?
Die könnten eine ganze Demo einfach wegkaufen … und würden es bei Kapitalzuwächsen von 8% im Jahr noch nicht mal merken – das sind immerhin 9760 Milliarden Euro im Jahr, die die MEHR haben. Vier davon für eine Demo im fünftstärksten Millionärsland der Welt zu opfern, würde wirklich keiner merken.
Wo kommen die Zuwächse nun her?
Aus unseren Schulden – siehe oben.
Warum lernen wir das nicht in der Schule?
Warum haben wir hier Medien, in denen der Millionär Günter Jauch mit enormen Spektakel andere arme Schweine zu Millionären macht, während dem Herrn Hardt schon peinlich ist, das sein Buch 14,99 Euro kostet?
Nun – die Pressesprecherin der Boston Consulting Group, Frau Tanja Nickels, hätte uns diese Frage vielleicht beantworten können. Immerhin hat sie eine Arbeit mit interessantem Titel geschrieben:
Meinungs- versus Informationsjournalismus? Ein Vergleich journalistischer Kommunikationsstile in Frankreich und Deutschland am Beispiel von Le Monde und Süddeutscher Zeitung.
Leider arbeitet sie jetzt für die BCG. Aber …. was Meinung und was Information ist, ist ja auch eine Definitionsfrage. Und wie viel Geld “die Märkte” in die Medien stecken, wollen wir doch wirklich gar nicht wissen, oder?
Aber was Bayern München macht, schon.
Was wir aber wissen sollten: zu den Eigentümern von Le Monde gehört ein Milliardär. Das ist bei der Süddeutschen Zeitung genauso – wenn man der Spur über die Südwestdeutsche Medienholding und der Medien Union folgt, landet man bei dem Milliardär Dieter Schaub.
Ist also letztlich egal, was wir da lesen.
Was wir noch tun können … ausser demonstrieren?
Mal einen Tag lang nicht mitspielen. Zum Beispiel am 4.7.2012, dem ersten nationalen Kaufnixtag.

Schnelle Genesung und vielen Dank für diese Wahrheiten an den Eifel-Philosophen wünscht,

                                                                                                                                        marreg

Freitag, 18. Mai 2012

Nachrichtensammlung des Nachrichtenspiegel vom 18 Mai 2012





Posted: 17 May 2012 10:44 AM PDT 
Man kann nicht oft genug daran erinnern, was Politiker in ihren Sonntagsreden den Volk mitgeteilt haben und mitteilen. Europa wird nicht scheitern. Der Euro ist sicher. Ja, schwätzen können Politiker ja bekanntlich ALLE. Geht es aber um Fakten und Wissen, dann sieht es gelegentlich ganz anders aus, zum Beispiel, wenn es um die Rettung von Europa und die Rettung des Euros geht. Europa könnte auch Opfer der Dummheit von Politiker werden. Abgeordnete der Parlamente vermitteln in der Öffentlichkeit ja immer den Eindruck, dass nur die Abgeordneten das WISSEN besitzen um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für Bürgerinnen und Bürger sind ja die Probleme nicht überschaubar und schon gar nicht einzuschätzen. Gut das wir die Abgeordneten haben, welche eben dieses WISSEN besitzen, sollte man meinen. 

Na ja, es kommt immer auf die Sichtweise an. 

Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg pflegte einmal zu sagen: „ Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen“. 

Dieser Spruch von Friedrich Wilhelm von Brandenburg ist so aktuell und trifft damals wie heute den Nagel auf den Kopf. Die Politiker geben ihren Untertanen bekannt, immer zum Wohle des eigenen Volkes zu handeln, unabhängig, nach besten Wissen und Gewissen. Doch mit dem WISSEN, ist es oft nicht weit her. Man könnte auch sagen, WISSEN IST MACHT und NICHTS WISSEN – MACHT AUCH NICHTS ! Karl Kraus würde es wie folgt ausdrücken: „Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen, was sie tun!“, was für Politiker im besonderen gilt. 

Das Video könnte ein Beweis dafür liefern, warum Europa und der Euro scheitern (muss) könnte ! 

Weitere Artikel zum Thema:

© 
Weitere interessante Artikel:
27. März 2012 -- Saarländische Dämmerung
18. März 2012 -- Halbzeit



Posted: 17 May 2012 01:36 AM PDT 


Ein ehemaliger? CIA-Beamter in den iranischen Revolutionsgarden, Reza Kahlili, erzählt von einem Buch, “Die letzten sechs Monate”, das zu Hunderttausenden unter den iranischen Revolutionsgardisten verteilt wurde. Das Buch mahnt die Gardisten, sich für die Endzeit vorzubereiten, vor dem erneuten Erscheinen des islamischen Messias, des Mahdi, der die islamische Flagge in der ganzen Welt nach einem Atomkrieg, in dem 2/3 der Weltbevölkerung sterben werden, hissen werde. Aber das Kommen erfolgt nur nach einem Angriff auf Syrien und dann den Iran ebenso wie der Zerstörung Israels. Darüber hinaus beschreibt das Buch die Anschläge vom 11. September und die Invasionen in Afghanistan und im Irak als Zeichen, dass die Zeit nahe sei. Der Chef der iranischen Schiiten, Ali Khamenei, wird als der Ayatollah, der die Flagge des Islam an den Mahdi überreichen soll, gesehen. 


Wer ist Jose Rodriguez? Er ist der Verbrecher, der das CIA-Folterprogramm leitete. Die meisten seiner Opfer waren keine Terroristen oder gar Aufständische. Die meisten waren unglückselige Individuen, die von Warlords entführt und an die Amerikaner für ein Kopfgeld als „Terroristen“ verkauft wurden.
Wenn die Identität Rodriguez’ ehedem geheim war, so ist sie es jetzt nicht mehr. Er trat auf in der CBS-Fernsehshow „60 Minutes“ und brüstete sich damit, Moslems gefoltert und die angeblich dadurch bekommene Information verwendet zu haben, um al Qaeda-Anführer zu töten. Wenn Terroristen wirklich das Problem wären, wie Heimatlandsicherheit, FBI und CIA behaupten, wäre Rodriguez’ Name auf der Trefferliste der Terroristen schon ausgestrichen. Er läge bereits in seinem Grab. 


Magere Aussichten ? Miese Stimmung ? Kein Geld mehr ? Die Kurse fallen schon wieder ? Der Job in Gefahr ? Die Ersparnisse von der EZB verbrannt ? Paa ! Wir leben in üppigen Zeiten. Es gibt mehr als wir denken, von Dingen, die wir im Überfluss haben: Schulden zum Beispiel. Politiker, die im Parlament Garantien und andere Verbindlichkeiten – ohne die Details zu kennen – abnicken und Budgetfragen gerne zunehmend auslagern. Was wir auch im Überfluss haben, ist Komik. Und darauf will ich an dieser Stelle einmal kurz eingehen. 


Obamas Weißes Haus und die Behörde United States Nuclear Regulatory Commission (NRC) wussten bereits Tage nach der Katastrophe von Fukushima 2011, dass die gesamte Westküste von einer radioaktiven Wolke getroffen wird und haben alles unternommen diese Informationen zu vertuschen – die manipulierten Massenmedien täuschen die Weltbevölkerung. Die gesamte Nordhalbkugel wird verstrahlt, keine Regierung sagt die Wahrheit! 


Ein malaysisches Gericht hat am Samstag George W. Bush und sieben weitere Personen aus seiner Regierung der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Das Kriegsverbrecher Tribunal von Kuala Lumpur entstand auf Initiative des früheren Ministerpräsidenten von Malaysia und lud Zeugen vor, die als ehemalige Gefangene im Irak und in Guantanamo gefoltert wurden. 


Die ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth über vertane Chancen der Linken, die Piraten und die wundersame Wandlung von Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht. 


Schon vor etlichen Jahren las ich, dass Clinton sich offenbar von dem leeren Fort Knox gestört gefühlt haben muß, als er feinmechanisch feinste Ware aus Tungsten mit Gold überziehen ließ. Biss man hinein, sah man den Zahnabdruck. Gewicht fast identisch entsprechend der Größe. Damit glich man dann Amerikas Handelsschulden in China aus. So jedenfalls geht die Legende, aber so etwas Gemeines trauen wir ja keinem Menschen zu, nicht wahr? 


Alle Jura-Professoren und Dozenten für Strafrecht an der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität ziehen an einem Strang. Sie übernehmen gemeinsam die Verteidigung zweier Mitarbeiter des Mainzer „Café Balance“, einer Einrichtung der Drogenhilfe. Die von der Stadt Mainz getragene und vom Land mitfinanzierte Einrichtung war in der vergangenen Woche von einer Hundertschaft der Polizei durchsucht und daraufhin kurzzeitig geschlossen worden. 


Selbst schuld: So sieht es Erik Kain vom US-Wirtschaftsmagazin “Forbes”. In seinem Blog berichtet er über die Erfolgsserie “Game of Thrones” (“GoT”) und deren rekordverdächtige Downloadzahlen. Er bezieht sich auf einen Bericht seines Kollegen Andy Greenberg, wonach “GoT” auf dem besten Weg ist, zur meistheruntergeladenen TV-Serie aller Zeiten zu werden – in illegaler Form. 


Apple patcht Siri, damit es nicht mehr sagt, das [Nokia -] Lumia 900 sei das beste Smartphone aller Zeiten. 



Verschwörungstheorien oder Hypothesen, die sich später als Wahrheit™ herausstellen könnten? : 


Der Hauptrepräsentant der kriminellen US-Konzernregierung in Japan, Edward Nye, wird in Asien nicht mehr länger willkommen sein, nachdem neue Informationen über seine Verbindungen zu der kombinierten Nuklear- und Tsunami-Attacke auf Japan vom 11. März 2011 ans Licht kamen. Man hält ihn für den Verfasser eines CIA-Berichts vom Februar 2000 über den japanischen Energiesektor, in dem folgendes zu lesen war:
“Um eine weitere Stärkung der japanischen nationalen Macht und das Wiederaufkommen von anti-amerikanischen Stimmungen in Japan zu unterbinden, müssen dem japanischen Energiesektor auf lange Sicht Handschellen angelegt werden. Die Kernenergie erreicht bereits 30% der gesamten japanischen Energieproduktion. Die effektivste Gegenmaßnahme wäre die Neutralisierung des Herzstückes des japanischen Kernkraft-Knowhows, die Tokyo Electric Power Corporation. TEPCO hat Japans höchste Marktkapitalisierung und ist führend in Japans Finanz- und Konzernwelt. Die Firma hat auch viel Vertrauen bei der Bevölkerung. Um zu verhindern, dass Japan zur Nuklearmacht wird, muss das Vertrauen in TEPCO zerstört und der japanische Fortschritt in der Kernenergie drastisch zurückgeworfen werden.” 


Die Bilderberger befürchten, dass der potentielle Austritt Griechenlands aus der Eurozone zu einer dramatischen Erholung der griechischen Wirtschaft führen würde und anderen Staaten als Beispiel dienen könnte; dies würde das Euro-Projekt als auch die gesamte Agenda für den Europäischen Superstaat torpedieren. 



Viel Multimedia heute

Frau Wagenknecht über Europa: 


Und Fräulein Grant über Banken (in Ausländisch): 



Den Mann kannte ich gar nicht. Und so was sitzt im Bundestag? 


Zum Schluß noch was über eine korrupte Bananenrepublik: 





Weitere Artikel zum Thema:



Posted: 17 May 2012 12:33 AM PDT 


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Mittwoch, 16. Mai 2012

BLOCKUPY FINDET STATT. AB MITTWOCH ERSTE VERSAMMLUNGEN IN FRANKFURT AM MAIN


Hallo liebe Freundinnen und Freunde von Blockupy,

ab Mittwoch finden die Blockupy-Aktionstage in Frankfurt am Main statt. Wir
freuen uns, dort mit Euch unseren Protest gegen das Krisendiktat der Troika
von EZB, IWF und EU-Kommission auf die Straßen der Bankenmetropole tragen zu
können. Wir sind uns sicher: Es werden tolle, ereignisreiche Tage.

Zum aktuellen Stand:

1. Veranstaltungen

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat am Montag folgende Veranstaltungen
genehmigt:

Mittwoch 16. Mai, 14 Uhr, Taunusanlage/Taunustor:
Kundgebung nahe bei der Europäischen Zentralbank (EZB).

Mittwoch 16. Mai, 19 Uhr, An der Hauptwache:
Rave against the system – Rave against the troika.
http://www.blockupy-frankfurt.org/de/actiondays/rave

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Samstag 19. Mai, 12.05 Uhr, Baseler Platz, Nähe Hauptbahnhof:
Auftaktkundgebung, Demonstration um die Frankfurter Innenstadt und
Abschlusskundgebung gegen 17 Uhr an der Bühne vor der EZB
http://www.blockupy-frankfurt.org/de/actiondays/demobild

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Noch nicht erlaubt sind sämtliche angemeldete Veranstaltungen am Donnerstag
und Freitag in der Innenstadt. Gegen dieses Verbot geht Blockupy gerade vor
dem Oberverwaltungsgericht Kassel vor. Notfalls geht es bis zum
Bundesverfassungsgericht. Blockupy findet statt. Wir halten euch auf dem
Laufenden.

Ein möglicher Anlaufpunkt könnte die vom Komitee für Grundrechte und
Demokratie angemeldete Kundgebung sein, die derzeit auch noch verboten ist.
Das Komitee geht ebenfalls juristisch gegen dieses Verbot vor:
Donnerstag 17. Mai, 12 Uhr bis in den Abend, Paulusplatz: Versammlung für
das uneingeschränkte Grundrecht auf Versammlungsfreiheit
http://www.blockupy-frankfurt.org/de/presse/pm-kfg140512

Liedermacher Konstantin Wecker beabsichtigt auf der Versammlung des Komitees
für Grundrechte mit vielen anderen Künstlern für das kulturelle Programm
sorgen. (http://www.blockupy-frankfurt.org/de/aufrufe/kwecker02).

Falls dieses Kundgebungsverbot bestehen bleibt, teilen wir neue Anlaufpunkte
für Donnerstag und Freitag mit.

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Freitag 19. Mai: Blockadeaktion und Frankfurt fluten

Wir werden uns trotz Verbote, trotz Sicherheitszone um die EZB nicht davon
abhalten lassen, am Freitag die EZB und ggf. andere Banken durch unsere
physische Anwesenheit blockieren
(http://www.blockupy-frankfurt.org/de/node/124).
Die polizeiliche Sicherheitszone und die angekündigte Stilllegung zweier U-
bzw. S-Bahnstationen um die EZB nützen dabei unserem Anliegen: Die
Sperrungen tragen zur Blockade der EZB und der Innenstadt bei. Unsere
massenhafte Präsenz wird ihr Übriges tun.

Hintergrundinformationen zu unseren Aktionen:

Aktionsbild: http://www.blockupy-frankfurt.org/de/blockade/aktionsbild
Aktionsbild Fluten:
http://www.blockupy-frankfurt.org/de/actiondays/flutenbild
Aktionskonsens: http://www.blockupy-frankfurt.org/de/blockade/aktionskonsens
Aktionsthemen: http://www.blockupy-frankfurt.org/de/blockade/aktionsthemen

2. Blockupy ruft auf, passiven Widerstand gegen Occupy-Camp-Räumung am
Mittwochmorgen zu unterstützen

Das seit Oktober 2011 bestehende Occupy-Camp vor der europäischen
Zentralbank (EZB) soll nach Auflage der Stadt in der Zeit vom 16.-20. Mai
geräumt werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner wollen das Camp aber nicht
freiwillig verlassen und werden am Mittwoch ab 7 Uhr passiven Widerstand
leisten. Kommt zahlreich am Dienstagabend, spätestens am frühen
Mittwochmorgen ins Camp und beteiligt euch. Ziel ist es, so viele zu werden,
dass die Stadt Frankfurt ihr Vorhaben aufgeben muss.

3. Organisatorisches

Schlafplatzbörse: Ab Dienstag 15h ist unter der Telefonnummer: 0160-578 11
58 die Schlafplatzbörse geschaltet. Meldet euch, wenn ihr Schlafplätze
sucht. Bringt Zelt, Isomatte und Schlafsack mit. Meldet euch, wenn ihr
Schlafplätze zur Verfügung stellen könnt.

Anreise: Wenn ihr mit vielen zusammen in Bussen oder Bahnen anreist, meldet
euch bei: mailto:info@blockupy-frankfurt.org

4. Kontakt

Allgemeines BLOCKUPY-Kontaktformular: http://blockupy-frankfurt.org/contact
Im Bündnis haben sich spektren- und gruppenübergreifende Arbeitsgruppen
gebildet. Wenn ihr wegen spezieller Fragen, Interesse an Mitarbeit und
Unterstützung etc. Kontakt aufnehmen wollt, findet Ihr die
AG-Kontaktadressen auf: http://blockupy-frankfurt.org/kontakt/arbeitsgruppen

5. Haltet euch auf dem Laufenden!

Es gibt es Infotelefon. Unter folgender Nummer könnt ihr euch auf dem
Laufendem halten:
0152-11 87 23 50

Aktuelle Infos auch auf der Webseite: http://blockupy-frankfurt.org

Tragt euch in den gemeinsamen Newsletter von NoTroika und Blockupy ein:
http://notroika.linksnavigator.de/newsletter oder
http://blockupy-frankfurt.org/newsletter
Verschickt diesen Newsletter selber weiter an Freund_innen, Genoss_innen,
Initiativen und Gruppen, die ihr für die gemeinsamen Protestaktionen
unterrichten und gewinnen wollt.

BLOCKUPY FRANKFURT, das sind Gruppen und Aktivist_innen aus der
Occupy-Bewegung, den Erwerbsloseninitiativen und Krisenbündnissen,
Gewerkschafter_innen, Attac-Aktivist_innen, aus der Umwelt- und
Friedensbewegung, antirassistischen und migrantischen, antifaschistischen
Initiativen, Gruppen und Organisationen der radikalen Linken, Jugend- und
Studierendenorganisationen, Aktivist_innen der verschiedensten lokalen
Kämpfe, linker Parteien.

Blockupy Frankfurt Newsletter
http://www.blockupy-frankfurt.org/de/newsletter/blockupy-frankfurt-newsletter

Dienstag, 15. Mai 2012

Das Gold der Bundesbank – und andere furchterregende Geheimnisse


Posted: 16 May 2012 01:57 AM PDT
Mittwoch, 16.5.2012. Eifel. Bei uns gibt es Gold. In Bächen. Ich sage nicht wo, kenne aber Goldwäscher, die sich damit beschäftigen. Ich selber wasche kein Gold. Das Zeug verdirbt ganz schnell den Charakter – und die Beschäftigung mit dem Thema ist existenzgefährdend. Wie gefährlich das Thema Gold ist, haben schon ganz andere gemerkt. Aktuell wird ja wieder diskutiert, wo denn das Gold der deutschen Bundesbank ist – und wem es überhaupt gehört. Das wollte schon mal der Abgeordnete Hohman wissen … der dann durch einen Skandal seinen Stellung verlor. Immerhin konnte er die Hartz-Regierung zu der Aussage verleiten, das die Bundesbank einen großen Teil ihrer Goldreserven in eigenen Tresoren im Inland hat. Diese Lüge kam von der Staatssekretärin Barbara Hendriks von der Sozialabbau-Partei-Deutschland. Bundesbankpräsident Ernst Welteke wollte mal die Goldreserven in Wertpapiere umtauschen – bis er dann durch einen Skandal seine Stellung verlor. Heute wissen wir, das das vielleicht sogar ein weiser Vorschlag war: immerhin haben wir de fakto gar kein Gold: unser Gold liegt hauptsächlich in den USA. Wer sich aber auf die Suche danach begibt, merkt schnell, das er vor eine Wand rennt.
Bis zu 95% der deutschen Goldreserven sollen im Ausland liegen, zwei Drittel davon in den Tresoren der FED – laut Informationen der oben zitierten Quellen. Peinlich nur: die FED ist ein Privatunternehmen, dem man vorwirft, für die aktuelle Krise mitverantwortlich zu sein … jene Krise, in deren Folge der deutsche Goldschatz schon mehrfach verpfändet werden sollte. Schon seltsam, wenn man das so zusammenfügt: ein privates Unternehmen, das den deutschen Goldschatz in seinen Tresoren hat, hat durch zu niedrige Zinssätze die Immobilienblase in den USA zu verantworten, in deren Folge der deutsche Goldschatz auch nominell in ihre Hände geraten kann.
Nun – wir vertrauen ja den USA. Das sind unsere Freunde und Verbündeten, unsere Befreier und Beschützer. Selbstverständlich würden wir unser Gold sofort wiederbekommen, wenn wir es wirklich wollen würden. Daran besteht überhaupt kein Zweifel. Warum man allerdings dann mutmaßt, das unsere Chancen, unser Gold wieder zu bekommen, seit 1971 ganz tief gesunken sind, ist im ersten Schritt nicht so plausibel. Damals hatte Nixon einfach mal so den Dollar vom Gold abgekoppelt – was manche als den ersten Schritt zur heutigen Weltwirtschaftskrise sehen. Grund für den Schritt? Die USA hatten sich – wie heute – mir ihren Kriegen finanziell überhoben. Dafür musste dann die ganze Welt bluten. Das Gold aber – der eigentliche Wertegarant für Währung – blieb in den USA.
Die ganze Welt erhielt dafür prinzipiell wertlose Dollar.
Was wäre also, wenn die USA im nächsten Schritt einfach mal so die Goldreserven der FED beschlagnahmen würden?
Tun die nicht, weil die edel, hilfreich und gut sind. Genauso wie Nixon.
Nun sieht gerade eine deutsche Initiative “akute Enteignungsgefahr”. Wie durch Zufall könnte das Gold auch nominell (und nicht nur real) in den Besitz der FED übergehen. Praktisch, das es schon in deren Tresoren liegt. Noch ein paar Abwertungen durch Ratingagenturen, noch ein paar erfolgreiche Schachzüge von Goldman-Sachs (wie aktuell jener in Griechenland, wo mit Hilfe der Oligarchie der Superreichen ein Riesengeschäft gemacht wurde) und das Gold könnte zwecks Eurorettung ganz schnell seinen Eigentümer wechseln … aber bei seinem Besitzer verbleiben. In der Tat kann man es jetzt schon so formulieren: unser Gold ist im Besitz der FED. Nominell ist es zwar noch unser Eigentum – aber das kann sich mit einigen Federstrichen schnell ändern.
Natürlich sind das übertriebene Ängste. Das wissen wir alle. Schauen wir doch einfach mal, wie fair und edel die USA zum Beispiel mit dem Raubgold des zweiten Weltkrieges umgegangen sind – zum Beispiel mit dem, das in Merkers gefunden wurde. Oh je, das ist leider verschollen. Da kann man nichts machen. Da die Goldreserven der Bundesbank erst am 1951 aufgebaut wurden, kann man davon ausgehen, das Deutschland nichts mehr von dem Gold hat – und auch nichts von dem Gold, das vielleicht noch zuvor in den Tresoren der Reichsbank war. Gerüchten zufolge hat man schon während des Krieges Raubgold gekauft – und nach dem Einmarsch erst recht großzügig zugegriffen. Schade, das auch die Akten über das Raubgold der Nazis verschwunden sind, so werden wir nie erfahren, auf welchen Wegen dieses Gold in die Tresore der FED gelangt sind …. wenn sie denn da sind.
Das sie da sind, kann man schon vermuten. Ich weiß, das grenzt jetzt wieder an Verschwörungstheorie, die ja in Deutschland inoffiziell verboten ist, aber es liegt nicht an mir, das es ums Gold eine Geheimniskrämerei gibt, die “sachlich kaum zu rechtfertigen ist“. Ich würde auch gerne anders denken und andere Schlüsse ziehen, die mich ruhiger schlafen lassen, aber das Drama um das japanische Raubgold läßt dieses  halt nicht zu.
Ja, dort gab es auch Raubgold. Während die Nazihorden Europa plünderten, plünderten die Japaner Asien. Hunderte Tonne von Gold, Silber und Platin sind seitdem verschollen – angeblich. Ferdinand Marcos hatte etwas davon auf den Phillipinen gefunden … 1986 brachten das die USA in ihren Besitz. Das er gerade  wegen diesem Gold gestürzt wurde, ist eine reine Vermutung.
Viel Hoffnung auf Aufklärung über den Verbleib des japanischen Raubgoldes machte das Buch von Frank Krüger, der den Nachweis führen wollte, das die USA die Atombomben geworfen haben, um sich den Zugriff auf das japanische Raubgold zu verschaffen. Frank Krüger war Autor der Internetzeitung Saar-Echo.
Das Saar-Echo gibt es nicht mehr.
Frank Krüger verschwindet spurlos von der Bildfläche, sehr zum Ärger interessierter Leser. Zuvor hatte er noch als “Whistleblower” auf einer Veranstaltung referiert, dann wurde es ganz still um ihn:
Beratung und Hilfe leistete sie auch für Frank Krüger, der wegen seines Buchprojektes: „Das japanische Raubgold“ von einem BND-Informanten abgeschöpft wurde – mit schwer wiegenden Folgen für seine Existenz.
Zum Beispiel mit der Folge, das wir niemals etwas über den Verbleib des japanischen Raubgoldes erfahren werden.
Das Raubgold der Nazis wurde von der TGC an “die Zentralbanken geliefert” – auch jenes Gold, das Privatpersonen gehörte. Auch die Säcke mit Zahngold landeten in den USA. Manches Gold wurde über Fonds (zum Beispiel zur Unterstützung nicht rückführbarer Personen) in Geld umgewandelt, anderes verschwand einfach so.  Und wo liegt nun das Gold der Zentralbanken … ganz real?
SECHZIG Zentralbanken der Welt haben ihr Gold bei der FED unter Verschluss – in New York. Mag es sein, das dort viel von dem Raubgold der Nazis und Japaner liegt, das zwar nominell jemand anderem gehört – de facto aber im Besitz des Privatunternehmens FED ist?
Einmal abgesehen von der üblichen Geheimniskrämerei ist bekannt, das 1997 noch zwei Tonnen Nazigold des TGC bei der FED lagern.
Es ist sicherlich nur purer Zufall, das die Mitglieder der TGC auch jene Staaten sind, bei denen die Bundesbank ihre Goldreserven lagert, weil in in Deutschland jederzeit “der Russe kommen könnte.”
Man könnte fast vermuten, das am Ende des zweiten Weltkrieges alles Gold der Welt in den Tresoren der FED landete, für die die Nazi und die Japaner sozusagen als Goldeintreiber unterwegs waren.
Natürlich: nominell gehört es den sechzig Zentralbanken.
Real aber ist es im Besitz der FED – wie auch das deutsche Gold.
Wollen wir uns aber mal nicht so sehr mit dem Thema Gold auseinandersetzen. Bleiben wir bei diesem Thema lieber auf der sicheren Seite der Theorienbildung. Immerhin ist Gold ja wirklich nichts besonderes – wer will das schon haben. Ich möchte ja auch nicht das Schicksal des Saar-Echos teilen, oder das Schicksal von Frank Krüger, oder das Schicksal von Hohmann oder Welteke.
Für manche Leute dieser Welt hört halt beim Thema Gold der Spaß auf.

Montag, 14. Mai 2012

I'll come to Frankfurt und I would ♥ to C U there

Pressemitteilung
Blockupy Frankfurt
4. Mai 2012
* Blockupy-Verbot wird juristisch und praktisch keinen Bestand haben
* "Politik der Stadt Frankfurt ist Musterbeispiel für undemokratische Krisenpolitik"
* Blockupy-Veranstalter erfahren vom Verbot durch die Presse
Am Freitag Nachmittag um kurz vor vier Uhr erfährt BLOCKUPY vom Totalverbot seiner angemeldeten Kundgebungen und Demonstrationen – aus der Presse. Erst mehr als eine Stunde später wird die Verbotsverfügung für lediglich eine von insgesamt 13 Anmeldungen einem der Anmelder zugestellt. Für die übrigen Versammlungen gibt es bis zur Stunde keine schriftliche Verfügung.
„Schon der Form nach ist dieses Vorgehen eine Unverschämtheit, die den mangelnden Respekt des Ordnungsdezernenten Markus Frank (CDU) vor demokratischen Rechten und Spielregeln dokumentiert. Dies setzt sich fort in der unwahren Behauptung in der Pressemitteilung der Stadt, es habe intensive Gespräche mit uns gegeben, in denen die Stadt ,Alternativvorschläge zur Durchführung der Veranstaltungen‘ unterbreitet habe. Wahr ist dagegen, dass die Stadt keinerlei Vorschläge zur Ermöglichung von Protesten vorgelegt hat und ein weiteres Gesprächsangebot von uns heute morgen antwortlos ausgeschlagen hat.“, empört sich Werner Rätz, Anmelder der für den 19.5. vorgesehenen Demonstration.
Auch inhaltlich seien die von der Stadt dargelegten Verbotsgründe haltlos. Für die von Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) behauptete Gefährdung der „Unversehrtheit der Bürger“ fehle jeder Beleg. Im Gegenteil seien die Aufrufe und Aktionsbilder von BLOCKUPY völlig eindeutig darin, dass von den Aktionen keinerlei Eskalation ausgehen soll, so Martin Behrsing, von Blockupy Frankfurt.
Sobald die Verbotsverfügungen vorliegen, werden die Anmelder umgehend Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht einlegen. „Das Verbot ist ein fundamentaler Verstoß gegen die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit. Seine Begründung ist haltlos und willkürlich. Es wird vor Gericht keinen Bestand haben.“, zeigt sich Ulrich Wilken, Anmelder mehrerer Kundgebungen überzeugt.
„Die Empörung in den Gruppen und Organisationen des BLOCKUPY-Bündnisses und darüber hinaus ist riesig. Dieser Versuch, den Protest gegen die Politik der Troika aus EZB, EU und IWF einfach zu unterbinden, ist ein weiterer Beweis, wie berechtigt die Kritik am undemokratischen Charakter der europäischen Krisenpolitik ist. Was auf dem Tahirplatz in Kairo, an der Puerta del Sol in Madrid oder im Central Park von New York möglich war, soll in Frankfurt am Main verboten sein? Das werden sich die Aktivistinnen und Aktivisten in ganz Europa nicht gefallen lassen und ihre Mobilisierung nach Frankfurt wird jetzt noch einmal stärker werden.“, schildert Christoph Kleine von Blockupy die Stimmung im Bündnis nach bekanntwerden des Verbots.
Weitere Informationen:







Die Frankfurter Demonstrationsbehörde hat am Nachmittag des 4. Mai 2012
in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass sie alle vom Bündnis Blockupy
Frankfurt vom 16. -- 19. Mai geplanten Aktionen verbietet. Die
demonstrationsrechtlichen Anmelder der insgesamt mehr als fünfzehn
Aktionen wurden heute nur in einem Fall darüber direkt informiert, auch
das erheblich verspätet.
Damit sollen die Proteste gegen eine Krisenpolitik, die tief in das
Leben von Millionen Menschen in Europa eingreift, komplett verhindert
werden. Das Bündnis plant während der Aktionstage Proteste gegen die
Sparpolitik der europäischen Regierungen und der Troika aus EZB,
EU-Kommission und IWF und hatte einen Teil davon als Demonstrationen,
Kundgebungen, Mahnwachen und demonstrative Versammlungen (Asambleas)
demonstrationsrechtlich angemeldet.
Dieses Verbot ist ein in der Geschichte der Bundesrepublik einmaliger
skandalöser Vorgang und eine offene Verletzung des verfassungsrechtlich
garantierten Demonstrationsrechts. Wir bestehen darauf, dass der Protest
gegen die Krisenpolitik auch im Frankfurter Bankenviertel und am Sitz
der EZB stattfinden kann, so wie es auch der ständigen Rechtsprechung
des Bundesverfassungsgerichtes entspricht.

Alle Demokratinnen und Demokraten können über dieses rechtswidrige und
undemokratische Vorgehen nur aufs Äußerste entsetzt sein und eine
sofortige Rücknahme dieses Totalverbots fordern. Was auf dem Tahirplatz
in Kairo, an der Puerta del Sol in Madrid oder im Central Park von New
York möglich war, muss auch in Frankfurt am Main möglich sein!

*Ich/wir schließe/n mich/uns diesem Protest an: 

von-blockupy-frankfurt